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June 18 2010

char
05:52

Re: WLAN-Netze ohne Verschlüsselung sind sicher genug

64kByte (mehr als 1000 Beiträge seit 05.01.06)

Mensch Meier schrieb am 17. Juni 2010 13:56

WLAN-Netze ohne Verschlüsselung sind sicher genug, wenn der Router einfach nur mit dem Stromkabel verbunden wird. Da habe ich zwei Fliegen mit einer Klatsche geschlangen:
1. ich kann nicht abgemahnt werden
2. ich bekomme im Heise-Forum grün, weil ich für offene Netze eintrete ...
Was aber auf jeden Fall nicht als Sicherheitsmaßnahme ausreicht, ist den Routers nicht ans Stromnetz anzuschließen. Auch das wurde im angesprochenen Gerichtsurteil so entschieden. Ein nicht ausreichend gesichertes WLAN (z.B. WPA2-AES mit dem Zufalls-Schlüssel aus der Werkseinstellung), ist auch dann nicht ausreichend sicher, wenn es mangels Stromversorgung des WLAN-Routers gar nicht läuft.

Ob es reicht, den mangelhaft gesicherten Router mit einem großen Hammer in Klumpen zu schlagen oder zu Asche zu verbrennen usw., das müsste wohl nachmal von den Richtern entschieden werden, aber wie gesagt, einfach nur den Stromstecker ziehen reicht nicht aus, um einen vor Abmahnungen und Anklagen/Verurteilungen zu schützen.

Wolfgang Nohl schrieb am 17. Juni 2010 14:53

64kByte schrieb am 17. Juni 2010 14:11
Was aber auf jeden Fall nicht als Sicherheitsmaßnahme ausreicht, ist den Routers nicht ans Stromnetz anzuschließen. Auch das wurde im angesprochenen Gerichtsurteil so entschieden.
Also ich verstehe das Urteil anders:

Während der Beklagte in Urlaub war, wurde über seinen Internet-Anschluss Urheberrechtsverletzungeen begangen. Der Beklagte behauptete zwar, die Steckdosenleiste, an der der Router hängt sei ausgeschlatet gewesen.

Die Tatsache jedoch, dass es möglich war, Urheberrechtsverletzungen zu begehen beweist, dass die Behauptung, der Router sei ausgeschaltet gewesen, nicht stimmen kann.

mfg Wolfgang Nohl
Fazit:
Wenn irgend ein Hansel von der GVU oder sonst einem Verein, der sein Geld damit verdient mutmaßliche Urheberrechtsverletzer abzukassieren, behauptet, über deinen Router wäre eine Urheberrechtsverletzung begangen worden und mit einer IP-Adresse als "Beweis" herumwedelt, hilft es dir nichts, wenn du den Router zum fraglichen Zeitpunkt überhaupt nicht am Stromnetz angeschlossen hattest. Der Richter wird es dir nicht glauben. Die Aussage des GVU-Hansels zählt dann mehr als deine.

Die Aussage, ein eigenes, sichers Passwort zum Schutz des WLANs benutzt zu haben, wäre aber scheinbar glaubwürdiger gewesen und die Richter hätten den IP-Wisch des GVU-Typen dann nicht mehr als Beweis anerkannt.

Die Logik dahinter verstehe wer will. Bei dem sicheren Passwort könntest du ja genauso Lügen wie bei der Steckdose.

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Schweinderl